Quo vadis Endosonographietag ?

Die Endosonographietage sind großartige und erfolgreiche Veranstaltungen. Gleichwohl fragen wir uns, wie es weitergehen kann und soll.

Quo vadis Endosonographietag?

Von Stefan Kahl und Christian Jenssen

Der 17. Endosonographietag Berlin-Brandenburg ist ein großer Erfolg gewesen. – Gleichwohl fragen wir uns immer wieder, wie es mit dieser Veranstaltung weitergeht.

Das hat verschiedene Gründe:

  • Treffen wir mit der Programmauswahl und den zeitlichen Vorgaben, die sich daraus ergeben, immer den Nerv der Besucher?
  • Wenn die Finanzierung mal schwieriger wird, was sind die potentiellen Besucher des Endosonographietages bereit, an Veränderungen zu akzeptieren? – Da geht es weniger um programmatische Veränderungen, als vielmehr um pekuniäre.
  • Gibt es Interessierte, die den Weg der – zugegebenermaßen – kleinen Gruppe, die sich mit der Gestaltung des Endosonographietages befasst, zumindest eine Zeit lang mitgehen möchten?

Zu all diesen Fragen haben wir während des 17. Endosonographietages eine Umfrage gestartet und dabei unser TED-System benutzt.

Offensichtlich ist zumindest die Anfangszeit kein so großes Problem für die Besucher der Veranstaltung.

Wir hatten uns anfangs viele Gedanken gemacht, ob der Beginn um 08.30 Uhr eine große Herausforderung darstellen würde. Da dem nicht so ist, weil es immerhin nur 16 Besuchern schwergefallen ist, aufzustehen, machen wir einfach so weiter…

Zugegebenermaßen – die Reihen waren bei dieser ersten Frage um 9 Uhr noch relativ licht, wie man an der Zahl der Teilnehmer sehen kann …

Die Finanzierung des – und darauf sind wir wirklich stolz – immer größer werdenden Endosonographietages wird immer komplizierter. Das Spannungsfeld ist klar zu umreißen:

Es gibt einige Möglichkeiten, die Kosten zu reduzieren. Ob dies überhaupt notwendig ist, wollten wir wissen und haben nach Konflikten gefragt, die durch die Unterstützung der Veranstaltung durch die Industrie entstehen.

Aber so ein großes Problem ist das offensichtlich für die Mehrzahl der Besucher gar nicht.

Wenn eine Kostenbeteiligung notwendig ist, wollten immerhin mehr als 80 % eine Tagungsgebühr akzeptieren, deren Höhe wahrscheinlich bei 50 € eine natürliche Grenze findet.  

Wir haben nicht vor, diesen Schritt im kommenden Jahr zu gehen, aber wir wollten eine Vorstellung davon bekommen, was zukünftig möglicherweise akzeptabel ist.

 

Um eine potentiell industrieunabhängige Veranstaltung mit dieser Teilnahmegebühr zu finanzieren, sind aber weitere Schritte notwendig: Weder der Veranstaltungsraum noch ein solches Tagungspaket sind mit einer Gebühr von 50 € pro Teilnehmer realisierbar.

Wir haben einige Möglichkeiten vorgeschlagen, wie eine Kostenreduktion möglich ist.

 

Mit Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass zumindest 11 Besucher für einen Verzicht auf die parallele Veranstaltung für das Assistenzpersonal votierten: Auch dieser Teil des Endosonographietages ist aus unserer Sicht unverzichtbarer Teil der Veranstaltung. Endosonographie ist Teamarbeit – ohne adäquate Assistenz ist keine hochqualitative Endosonographie möglich. Und Veranstaltungen für das Assistenzpersonal sind rar, das zeigt uns auch die große Akzeptanz dieser Parallelveranstaltung.

 

Besonders freuen wir uns schon auf die Mail der Person, die uns weitere Vorschläge unterbreiten will.

 

Wir gehen gern auf die Suche nach einem langfristig verfügbaren, adäquaten Veranstaltungsort (was unter adäquat zu verstehen ist, da haben die Besucher des Endosonographietages ein „klares“ Votum abgegeben: jeweils 1/3 votierte für Stadtzentrum von Berlin, Peripherie von Berlin und Hauptsache Berlin…- wir machen etwas daraus).

 

Was den Druck und Versand von Einladungen angeht haben wir vor einigen Jahren bereits einmal experimentiert: Das Ergebnis hat uns nicht sonderlich zufriedengestellt. Auf den Druck und den Versand von Einladungen und Programmen können wir nur verzichten, wenn wir unsere Präsenz im Internet entsprechend ausbauen (viele Besucher wissen nicht einmal, dass die Seite http://www.eus-bb.de/ existiert).

Wir haben eine Firma damit beauftragt, die Webpräsenz des Endosonographietages zu optimieren. Viel wird davon abhängen, wie sich der Besuch der Webseite und die Registrierungen entwickeln.

 

Wir prognostizieren für das kommende Jahr: Es bleibt alles, wie es ist. Wir arbeiten mit verschiedenen Szenarien, aber definitive Änderungen soll es vorerst nicht geben.